LinkedIn für Unternehmen: Mehr Kunden, mehr Partner, mehr Mitarbeiter

Sebastian Petry , Geschäftsführer / Beratung

LinkedIn ist das TikTok der Berufstätigen. Die Bedeutung der Plattform wächst täglich, bereits vor der Pandemie und bedingt durch die Pandemie nochmal mehr. Wo früher Geschäftsessen und -reisen an der Tagesordnung standen, wo Menschen sich auf Messen begegneten und miteinander austauschten, da ist heute LinkedIn stattdessen. Wer Geschäftsbeziehungen aufbauen oder pflegen möchte, ist bei LinkedIn richtig.

 

Für welche Unternehmen eignet sich LinkedIn?

Als Business- und Social-Media-Plattform spricht LinkedIn vor allem Berufstätige an und fördert den Austausch über die alltägliche Arbeit. Die Nutzer geben ihr Wissen weiter, positionieren sich so in ihrer Branche und knüpfen oder pflegen neue oder bestehende Geschäftsbeziehungen. Das macht LinkedIn für Unternehmen interessant, die neue Geschäftskunden bzw. -partner suchen. 

Um den Endkonsumenten anzusprechen eignet sich LinkedIn nicht. Anders ausgedrückt: Für B2B eignet sich LinkedIn ideal, für B2C wiederum nicht. Aber auch B2C-Unternehmen müssen in der Regel im B2B-Bereich aktiv sein. Auch sie haben oftmals Geschäftskunden, Partner oder Lieferanten, zu denen sie ihre Beziehungen mit Hilfe von LinkedIn stärken können. LinkedIn ist außerdem eine hervorragende Möglichkeit, die Employer Brand Ihres Unternehmens zu stärken und neue Mitarbeiter auf der Plattform zu finden. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

 

Für welche Tätigkeiten eignet sich LinkedIn?

Die Frage ist demnach weniger, für welche Unternehmen LinkedIn interessant ist – das ist die Plattform nämlich eigentlich für alle – sondern viel mehr, für welche Tätigkeiten oder Abteilungen eines Unternehmens.

Wie eben bereits angedeutet, sind es vor allem drei Bereiche, die wir hier hervorheben würden: Sales, Beratung und Human Resources. Wer als Unternehmen in diesen Bereichen etwas bewegen möchte, findet mit LinkedIn die beste Plattform dafür. Wer als Berufstätiger in einem dieser drei Bereiche arbeitet, muss hier aktiv werden, um das gesamte Potenzial seiner Arbeit ausschöpfen zu können.

 

Sales mit LinkedIn für Unternehmen und Vertriebler

LinkedIn ist ein Traum für die Sales-Abteilung. Während uns als Empfänger Akquiseanfragen oder -gespräche auf den meisten Social-Media-Plattformen stören würden, erwarten wir sie auf LinkedIn sogar. Plumpe Ansprachen sind hier natürlich genauso deplatziert, individuelle und passende Anfragen aber erwünscht. Schließlich sind wir eben genau auf LinkedIn, um unser Unternehmen voranzubringen.

 

Content Marketing als Unternehmen auf LinkedIn

Es gibt aber noch den weniger direkten Ansatz, der in der Regel vielversprechender, jedoch ebenso zeitintensiver ist: Akquise durch die Darstellung der eigenen Expertise. Im Stile des Content Marketings werden hier wissenswerte Inhalte auf LinkedIn veröffentlicht, in Form von Kommentaren, Beiträgen oder Blogs. Durch diese Inhalte werden potenzielle Geschäftskunden auf Ihr Unternehmen bzw. auf die Mitarbeiter Ihres Sales-Teams aufmerksam. Früher oder später, wenn Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt für sie relevant werden, werden sie sich an Ihr Unternehmen erinnern und auf Sie zukommen.

Hier empfiehlt es sich, zweigleisig zu fahren: Einerseits muss auf der Unternehmensseite regelmäßig neuer Content veröffentlicht werden. Ein Beitrag pro Woche ist Minimum, um etwas zu bewegen, drei Beiträge gut und sieben Beiträge ideal. Hier gilt aber natürlich: Klasse vor Masse. Finden die Follower die Beiträge nicht interessant und ignorieren sie, bleibt die Reichweite niedrig und die Nutzer sehen Ihr Unternehmer eher negativ. Grundsätzlich interessant sind aber Themen, die Ihre Branche bewegen, Vermittlung von Wissen und anregende Gedanken, genauso wie Behind-the-scenes-Einblicke.

 

Akquise als Person auf LinkedIn:
Mit Content und Sales Navigator

Neben Inhalten für die Unternehmensseite sollten Sie Ihr Sales-Team dazu anhalten, selbst Content auf ihren persönlichen Profilen zu veröffentlichen. Den können die Mitarbeiter entweder selbst produzieren oder Sie als Unternehmen bereitstellen. Personen haben oft eine größere Reichweite, da es einfacher fällt, neue Kontakte zu generieren als neue Follower für die Unternehmensseite. Und letztlich entstehen Geschäftsbeziehungen immer zwischen Menschen. Deshalb ist es vollkommen in Ordnung und sogar positiv, wenn potenzielle Geschäftskunden oder -partner als erstes mit Ihrem Team in Berührung kommen.

Als Hilfsmittel dient LinkedIn-Nutzern der Sales Navigator. Mit dessen Hilfe können sich unter Nutzung diverser Filter alle ihre möglichen Geschäftskunden anzeigen lassen. Wenn Ihre Mitarbeiter wissen, dass ihre üblichen Geschäftspartner bspw. Marketing-Entscheider in Pharmazie-Unternehmen mit mindestens 500 Mitarbeitern sind, so lässt sich das im Sales Navigator genauso hinterlegen und filtern. 

Das Tool wirft eine Liste mit allen LinkedIn-Nutzern aus, die diesen Kriterien entsprechen. An all diese Personen können nun Kontaktanfragen verschickt werden, von denen in der Regel die meisten angenommen werden. Diese Personen sehen nun künftig die Inhalte Ihrer Mitarbeiter und damit die Inhalte Ihres Unternehmens. So können nicht nur neue Leads generiert, sondern ebenso bestehende Leads erwärmt werden. 

 

LinkedIn nutzen als Berater, Kontakter oder Account Manager

Wer für sein Unternehmen im regen Austausch mit Geschäftskunden, -partnern oder Lieferanten steht, kann LinkedIn nutzen, um die Beziehungen zu ihnen zu pflegen oder sogar noch auszubauen. Gegenseitige Wertschätzung in Form von Likes und Kommentaren tragen ebenso dazu bei, ein Vertrauensverhältnis auf- und auszubauen, wie der direkte Austausch über Nachrichten. 

Außerdem bleiben Sie so auf dem aktuellen Stand und erfahren es aus erster Hand, wenn sich bei Ihren Ansprechpartnern etwas Neues ergibt. Als Berater sollten Sie natürlich zur Stelle sein, wenn sich Ihr Kontakt mit einer Herausforderung konfrontiert sieht. 

Mit dem weiter oben bereits angesprochenen Sales Navigator erhalten Sie übrigens automatisch Updates, wenn einer Ihrer Kontakte zu einem anderen Unternehmen oder innerhalb seines Unternehmens die Position wechselt. Solche Updates können gute Momente sein, das Gespräch zu suchen und sich wieder als Partner in Erinnerung zu rufen. Selbiges gilt für das Sales-Team.

 

Human Resources:
Wie LinkedIn Ihre Employer Brand stärkt

Auf LinkedIn haben Unternehmen tolle Möglichkeiten, ihre Arbeitgebermarke zu stärken oder sich überhaupt erst einmal damit zu positionieren. Durch die Inhalte, die Sie als Unternehmen oder Ihre Mitarbeiter im Personalwesen veröffentlichen, können Sie Ihre Unternehmenskultur und die Vorzüge einer Beschäftigung bei Ihnen zeigen. Gleichzeitig gibt es durch Ihr Mitarbeiterverzeichnis eine Vielzahl an möglichen Kontaktpersonen für Bewerber, die sich einen Eindruck aus erster Hand einholen möchten, um Ihr Potenzial als Arbeitgeber zu identifizieren.

Wenn Ihre Unternehmensseite und Ihre Inhalte einen positiven Eindruck auf potentielle Bewerber machen, können Sie damit beginnen, Stellenanzeigen auf LinkedIn zu schalten. Achten Sie darauf, dass sich die Ansprüche der Bewerber verändert haben. Sie schauen oftmals weniger alleine auf das Gehalt, sondern möchten Erfüllung finden in dem, was sie tun und Spaß dabei haben. Beachten Sie das nicht nur bei Ihrer Stellenanzeige, sondern ebenso bei Ihrer Unternehmensseite. Um den idealen Mitarbeiter zu finden, sollten Sie sich zuerst bei den potentiellen Kandidaten bewerben, bevor sie es schließlich bei Ihnen tun.

Die Möglichkeiten für HR sind auf LinkedIn zahlreich. Ähnlich wie beim Sales-Team haben Sie nicht nur die Möglichkeit, direkt über Stellenanzeigen Mitarbeiter zu suchen, sondern ebenso passende Kandidaten direkt zu kontaktieren oder sie zunächst in Berührung mit Ihrem Content zu bringen, damit ihr Interesse wächst, für Sie zu arbeiten. Der Inhalt ist hier wieder entscheidend.

 

Zusammenfassung

LinkedIn ist im wahrsten Sinne seiner Bezeichnung ein Business-Netzwerk zum Netzwerken. Auf keiner anderen Plattform ist es leichter, auf qualifizierte Kunden, Partner und Mitarbeiter zu treffen. Voraussetzung dafür sind interessante Inhalte auf Ihrer Unternehmensseite und auf den Profilen Ihrer Mitarbeiter – und obwohl LinkedIn bereits stark wächst, ist es in Deutschland noch jung. Ein guter Zeitpunkt für einen Einstieg.

Teile diesen Beitrag ganz einfach mit deinem Netzwerk:

Facebook Xing Linked In WhatsApp E-Mail
Noch Rückfragen?

Dann kontaktieren Sie uns gerne! Sebastian Petry ist für dieses Thema der richtige Ansprechpartner. Wir freuen uns auf Ihre E-Mail.

E-Mail